Moderne Führung und das Leben des Brian!

    Mit dem Reiss-Profil individuelle Führungskompetenz erweitern

     

    In einer Szene in der zweiten Hälfte des Films fällt das Zitat „Ihr seid alle Individuen“.

    Was hat dieser Satz mit moderner Führung und vor allem mit dem Reiss-Profil zu tun?

     

    Auch eine Führungskraft ist ein Individuum mit einer fest definierten Rolle und Verantwortung im Unternehmen. Viele Führungskräfte leiden unter hohen Anforderungen, knackigen Zahlenvorgaben und der gefühlten Quadratur des Kreises, den Zielen des Unternehmens und den Mitarbeitern gerecht werden zu wollen. Um sich selbst, die eigenen Leistungsmöglichkeiten und – fähigkeiten besser einschätzen zu können, ist es sehr hilfreich, sich intensive Gedanken über den eigenen Wertekanon und die dahinter liegenden grundsätzlichen Lebensmotive zu machen. Diese Möglichkeit bietet das Reiss-Persönlichkeitsprofil, das 16 unveränderliche Lebensmotive eines Menschen beschreibt.

     

    Für die Rolle einer Führungskraft besonders interessant sind hier die Lebensmotive Macht (Wie gerne entscheide ich selbst und übernehme Verantwortung?), Rache/Kampf (Wie gerne stehe ich im Wettbewerb mit anderen?) und Anerkennung (Wie wichtig ist mir für mein Selbstkonzept Bestätigung durch andere Menschen?).

    Wenn der Führungskraft hier klar ist, wie sie „tickt“ – gerade im Unterschied zu ihren MitarbeiterInnen, führt dies schnell zu einer differenzierten Sichtweise auf die eigenen Erwartungen an diese einerseits und deren Verhalten andererseits.

     

    Sehr gut lässt sich diese Unterschiedlichkeit am Lebensmotiv „Anerkennung“ darstellen:

     

    Eine Führungskraft mit einem niedrig ausgeprägten Anerkennungsmotiv braucht wenig Bestätigung durch Dritte. Für ihr Selbstkonzept ist es oft ausreichend, wenn sie selbst von ihrer Leistung und ihrer Qualität überzeugt ist.

    Ein Mitarbeiter im Team dagegen hat ein hoch ausgeprägtes Anerkennungsmotiv. Dieser Mitarbeiter hat das Bedürfnis, häufig gelobt zu werden. Das Anerkennungsmotiv von beiden liegt hier sehr weit auseinander – Missverständnisse und gegenseitiges Unverständnis schnell möglich. Dies ist nur ein Beispiel von vielen und betrachtet nur ein Lebensmotiv. Der Gesamtzusammenhang für das gesamte Team gestaltet sich wesentlich komplexer und herausfordernder.

     

    Wie kommt nun eine Führungskraft zu einem differenzierten Blick auf die Bedürfnisse und Motive der Mitarbeiter?

     

    Soll sie sich auf ihr „Bauchgefühl“ verlassen, soll sie ihr „Ding durchziehen“, da das Leben im Unternehmen kein „Ponyhof“ ist und die Mitarbeiter sich anstrengen sollen?

     

    Keine einfache Entscheidung, die die Komplexität von „Ihr seid alle Individuen“ verdeutlicht. Zur Unterstützung kann das vorher bereits angesprochene Reiss-Profil dienen, das es ermöglicht, sich zu jedem Teammitglied individuelle Gedanken zu machen. Gerade die einfache visuelle Darstellung der Motivausprägungen gestattet es der Führungskraft, Stolperfallen im Umgang zu erkennen und die Führung individuell zu gestalten, statt mit der Gießkanne alle gleich zu behandeln. Dieser Wunsch nach individueller Führung wird von Mitarbeitern häufig in Teamentwicklungsmaßnahmen genannt.

    Mit diesen Erwartungen an eine moderne Führungskultur in Unternehmen wird verdeutlicht, wie modern die Aussage Brians „Ihr seid alle Individuen“ ist.

     

    Wie erleben Sie die Möglichkeiten und Grenzen individueller Führung?

    Diskutieren sie hier mit. Wir freuen uns auf Ihre Ansichten.

     

     

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